UN-Dekade

Klimawandel, Verlust von Lebensräumen, Artensterben - diese Themen stellen unsere Ökosysteme und damit Lebensgrundlage vor größte Herausforderungen. Um über diese und weitere Themen zu informieren und Menschen zum Handeln zu motivieren, rufen die Vereinten Nationen jedes Jahrzent eine UN-Dekade aus. Das "Projekt Schaf schafft Landschaft" wurde bereits zum 2. Mal als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet.

 

     

UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen

Der Zeitraum von 2021 bis 2030 wurde als UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen erklärt, um dazu aufzurufen, die fortschreitende Verschlechterung und Zerstörung von Ökosystemen überall auf der Welt zu stoppen und degradierte Ökosysteme wiederherzustellen. Intakte Ökosysteme sind eine zentrale Voraussetzung, um den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten, dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern.

 

Die Ziele

Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass die nächsten zehn Jahre im Kampf gegen den Klimawandel und das weltweite Artensterben entscheidend sein werden. Daher rufen die Vereinten Nationen zur Wiederherstellung beschädigter Ökosysteme auf und verfolgen drei zentrale Ziele:

Weltweit Menschen zu mobilisieren,

  1. den Nutzen von Ökosystemen zu erkennen und sich für ihre Wiederherstellung einzusetzen.
  2. den notwendigen politischen Willen zur Wiederherstellung von Ökosystemen zu schaffen.
  3. die zur weltweiten Umsetzung der UN-Dekade benötigten technischen Kapazitäten zu entwickeln.

 

"Schaf schafft Land­schaft" unter den Top10-Pro­jekten!

Im Jahr 2022 wurde das Projekt Schaf schafft Landschaft unter die Top 10 einer beträchtlichen Zahl an Bewerbungen und damit zu den Finalisten des Wettbewerbs gewählt. Die Projektbeschreibung ist auf der Webseite der UN-Dekade veröffentlicht.

Wettbewerbskriterien waren u.a.:

1) Die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Wiederherstellung und Erhaltung wertgebender Ökosysteme der Kulturlandschaft

2) Der Beitrag des Projekts zum Klimaschutz

3) Die Repräsentativität und Übertragbarkeit der Ergebnisse

4) Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen 

5) Die Öffentlichkeitswirksamkeit und Multiplkiatorwirkung des Projekts

 

 

UN-Dekade der Biologischen Vielfalt

Das vorausgehende Jahrzent von 2011 bis 2020 wurde von den Vereinten Nationen als UN-Dekade der Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Diese Dekade hat vorbildliche Projekte für ihren Einsatz im Naturschutz ausgezeichnet, um den Blick verstärkt auf die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung von Wissen über die Biologische Vielfalt zu lenken.

 

Auszeichnung des Projekts

Bereits in dieser Dekade wurde das Projekt Schaf schafft Landschaft ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde uns am 14. Juli 2020 von Staatssekretär Oliver Conz in den Kripp- und Hielöchern überreicht - dabei hatten wir die Möglichkeit unser Projekt vorzustellen und unsere Anliegen in die Politik zu tragen.

 

„Insekten schützen“
- so lautet das Schwerpunktthema für 2019/2020. Etwa 70 Prozent aller Tierarten in Deutschland gehören zu den Insekten. Sie bestäuben Blüten, sind wichtige Gegenspieler von „Schadinsekten“, bauen organische Masse ab, verbessern Böden und reinigen Gewässer. Circa 80 Prozent der Nutzpflanzen und mehr als 90 Prozent der Wildpflanzen sind ganz oder teilweise von Bestäubung abhängig. Außerdem bilden sie die Nahrungsgrundlage für zahlreiche weitere Tiere im Nahrungsnetz.

 

Lebensräume für Insekten
Ziel von "Schaf schafft Landschaft" ist der Erhalt der biologischen Vielfalt im Hotspot 17 durch extensive Schafbeweidung. Durch die Verbesserung, Vergrößerung und Vernetzung von vielfältigen Lebensräumen werden zahlreiche Insektenarten durch das Projekt gefördert, darunter vor allem Schmetterlinge, Bienen, Spinnen, Heuschrecken, Wanzen, Zikaden und Laufkäfer.

 

Erhaltung spezifischer Insektenarten
Bei der Pflege und Bewirtschaftung unserer facettenreichen Landschaft im Hotspot 17 und seinen Randbereichen legen wir besonderen Wert auf den Erhalt bedrohter Insektenarten wie dem Thymian-Ameisenbläuling (Maculinea arion), dem Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) und dem Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia).

 

Bildung zur Vielfalt der Insekten
Mithilfe einer Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen und Umweltbildungsangeboten fördern wir das Bewusstsein für diese Artenvielfalt und für ihren Beitrag zur Erhaltung unserer Ökosysteme und Lebensgrundlagen. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts bereitet die Ergebnisse und Erfahrungen für zukünftige Projekte auf. Dadurch tragen wir wesentlich zum Erhalt des hohen Naturschutz- und Erlebniswerts der Hotspotregion bei.


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