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Im Folgenden finden Sie interessante Literatur und Internetquellen zur Beweidung und naturschutzfachlichen Gestaltung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen.
Leitfaden des LfL „Beweidung von Photovoltaik-Anlagen mit Schafen“ (Stand 2016)
Der Leitfaden richtet sich im Besonderen an Anlagenbetreiber und Schafhalter, die eine für alle Vertragsparteien optimale Zusammenarbeit anstreben. Die Planung einer PV-Anlage unter Schafbeweidung unterliegt besonderen Anforderungen, insbesondere für die technischen und baulichen Voraussetzungen beim Bau, aber auch für das Wohl der darunter weidenden Tiere (Schafe). Hierzu hat die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – LfL – in Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen einen Leitfaden entwickelt. Er gibt Auskunft über Anforderungen an die Bauweise der Anlage, die Haltung der Schafe und die Vertragsgestaltung. Achtung: Die dortigen Angaben zur Vergütung sind mittlerweile veraltet und dürfen nicht mehr als Maßstab angesetzt werden!
Leitlinien für die Errichtung und Bewirtschaftung von PV-Freiflächenanlagen (2023)
Der LPV Göttingen hat in Gesprächsrunden mit VertreterInnen von schafhaltenden Betrieben und Naturschutzakteuren konkrete Hinweise zusammengestellt, die aus Sicht der BewirtschafterInnen und des Naturschutzes bei der Errichtung und Bewirtschaftung von PV-FFA beachtet werden sollten.
Datensammlung des KTBL zur Landschaftspflege mit Schafen (Stand 2025)
Die im Jahr 2025 aktualisierte Datensammlung dient Betriebsleitern, Beratern und öffentlichen Einrichtungen als Kalkulationsgrundlage für die kostendeckende Entlohnung verschiedener Dienstleistung der Landschaftspflege mit Schafen, u. a. auch zur Beweidung von PV-FFA.
KNE-Auswahlbibliografie „Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Naturschutz“ (Stand 2024)
Diese Auswahlbibliografie beinhaltet eine Zusammenstellung der wichtigsten Veröffentlichungen zum Thema „Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Naturschutz“ mit Veröffentlichungsdatum nach 2010, die im Rahmen der Planung, des Baus und des Betriebs von PV-Anlagen von Belang sind.
Die Anlage von artenreichem Grünland wird häufig als Ziel zur naturverträglichen Gestaltung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen definiert. Diese Publikation erörtert, wie artenreiches Grünland in Solarparks angelegt und dauerhaft gepflegt werden kann. Berücksichtigt werden die Etablierungsphasen mit Bodenvorbereitung und naturnaher Begrünung, die Entwicklungs- und Folgepflege mit Mahd und Beweidung sowie die Umsetzung dieser Maßnahmen. Basis hierzu sind aktuelle Studien und Erkenntnisse aus einem KNE-Fachaustausch, woran u. a. auch das Projekt „Schaf schafft Landschaft“ beteiligt war.
Leitfaden für naturverträgliche und biodiversitätsfreundliche Solarparks der TH Bingen (Stand 2021)
Der Leitfaden enthält Maßnahmensteckbriefe und Checklisten, die Gemeinden, Betreiber und Planer in der Planungs-, Bau- und Betriebsphase einer biodiversitätsfreundlichen und naturverträglichen PV-Anlage unterstützen sollen. Des Weiteren finden sich Hinweise zu Monitoring und Erfolgskontrolle der vorgeschlagenen Maßnahmen.
FuE-Vorhaben „SuN-divers“: Mehr Biodiversität in Solarparks umsetzen (2024)
Ziel des vom BfN geförderten und von der KNE bearbeiteten Forschung- und Entwicklungsvorhabens ist es, die Berücksichtigung von Naturschutzbelangen bei der Umsetzung von Solarparks besser zu unterstützen und den Wissenstransfer in die Planungspraxis zu stärken. Im Rahmen des Projekts entstand bereits das Fachgutachten „Möglichkeiten und Grenzen des artenschutzrechtlichen Ausgleichs in Solarparks“, das hier heruntergeladen werden kann.
Evaluierungssystem für eine umweltfreundliche und landschaftsverträgliche Energiewende (EULE)
Das DBU-geförderte Forschungsprojekt EULE beschäftigt sich mit der systematischen Bewertung, Optimierung und Zertifizierung der Natur- und Landschaftsverträglichkeit von Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Dabei wird das EULE-Auditsystem zur Zertifizierung, Vergütung und Überwachung von speziellen PV-Anlagen mit ökologischer und sozialer Betriebsausrichtung entwickelt. Über eine Vereinsausgründung soll das EULE-Auditsystem schon bald in den Markt eintreten.
Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 wurde die natur- und artenschutzrechtliche Zulässigkeit von Freiflächenanlagen generell erleichtert. Die hier vorgestellten Informationen geben einen Überblick über naturschutzrechtliche Vorgaben und die Wirkungen auf die Schutzgüter Boden, Landschaftsbild, Biotopverbund und Biodiversität.
Der Leitfaden gibt Hinweise für die Praxis zu den fünf naturschutzfachlichen Mindestkriterien für PV-Freiflächenanlagen (nach §§ 37 Absatz 1a, 48 Absatz 6 EEG 2023), zu geeigneten Nachweisen für die Überprüfung der Eigenerklärungen sowie zur Kontrolle durch die Netzbetreiber. Es werden die folgenden fünf Mindestkriterien vorgestellt und Beispiele für geeignete Nachweise zur Erfüllung der Mindestkriterien genannt: Beanspruchte Grundfläche, Biodiversitätsförderndes Pflegekonzept, Durchgängigkeit für Tierarten, Biotopelemente, Bodenschonender Betrieb.
Dieses Positionspapier des BfN zeigt angesichts hoher Ausbauziele für Solaranlagen naturverträgliche Handlungsoptionen auf. Damit bei der zukünftigen Planung, Genehmigung und Ausgestaltung von Freiflächensolaranlagen die Klimaschutzziele und die Ziele zum Schutz und Erhalt der Biodiversität gemeinsam umgesetzt werden, werden zehn wesentliche Eckpunkte benannt. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur flächenschonenden Errichtung und ökologischen Ausgestaltung von Solaranlagen gegeben und naturschutzfachliche Ausschlussflächen und der notwendige Forschungsbedarf benannt.
Feststellungen und Empfehlungen für die regionale Planung (Zusammenfassung Stand 2024):
Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hat eine Orientierungshilfe zum Umgang mit Naturschutzkonflikten bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FFA) in der Regionalplanung erstellen lassen. Der vorliegende Beitrag gibt eine Übersicht und geht exemplarisch auf wichtige Ergebnisse und Empfehlungen ein: PV-FFA stehen im Widerspruch zu vorrangigen Zielen des Naturschutzes und des Biotopverbunds im Offenland. Auch wenn Flächen(-anteile) von PV-FFA naturschutzfachliche Zielsetzungen sektoral unterstützen können und im Vergleich zu bestimmten landwirtschaftlich intensiven Nutzungen verringerte stoffliche Belastungen aufweisen, kann ihre Errichtung fachlich nicht mit raumrelevanten beziehungsweise standortspezifischen Zielen des Naturschutzes begründet werden. PV-FFA sind insoweit auch kein geeignetes Mittel zur Realisierung des Biotopverbunds, müssen ihm aber auch nicht in jedem Einzelfall entgegenstehen. Bei der naturschutzfachlichen Bewertung von PV-FFA spielt die Wahl günstiger – möglichst unkritischer – Standorte eine entscheidende Rolle.
Bürgerforum „Freiflächen-PV in NordOstHessen“ (vom 19.07.2022)
Die Seite enthält Materialen zur Infoveranstaltung und informiert über Rahmenbedingungen, Planungsvoraussetzungen und Handlungsmöglichkeiten bei der Errichtung von Freiflächen-PV speziell in Nord-Ost-Hessen, ergänzt um Beiträge aus der Perspektive Regionalentwicklung, Landwirtschaft und Naturschutz.
Broschüre des Zweckverband Raum Kassel „Wegweiser für Kommunen“ (Stand 2023)
Ob eine PV‐Anlage auf einer unbebauten Fläche errichtet werden kann, regelt (vor allem) das Bau- und Planungsrecht. Hierfür sind die Kommunen und Kreise zuständig. Die Broschüre des ZRK soll insbesondere die Kommunen im Planungs- und Genehmigungsprozess von PV‐Anlagen und im Umgang mit Investoren unterstützen. Es gilt Nutzungskonflikte aufzudecken und die unterschiedlichen Belange von Klima‐, Umwelt‐ und Artenschutz untereinander abzuwägen. Dazu gibt der Wegweiser einen Überblick über die aktuellen bau- und planungsrechtlichen Anforderungen und benennt Kriterien zu einer ersten Prüfung der Flächeneignung aus landwirtschaftlicher sowie naturschutz- und wasserrechtlicher Sicht. Zusätzlich behandelt werden die Aspekte Agri-PV und Doppelnutzung, Biodiversität (Bewertung und Gestaltung), regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung.
Die hinterlegten Informationen unterstützen die kommunale Planungspraxis bei der Auswahl geeigneter, naturschutzfachlicher Steuerungsinstrumente in den verschiedenen Phasen der Bauleitplanung. Der digitale Lotse bietet praxisorientiertes Knowhow von der ersten Standortanalyse bis zum naturverträglichen Ausbau von Solarparks.